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Was ist eigentlich Pfadi?
„Der erste Schritt zum Erfolg in der Jugendarbeit
ist, dass man etwas über Kinder und Jugendliche allgemein und dann
über das Kind und den/die Jugendliche/n im Besonderen weiss.“
Baden Powell, Gründer der Pfadibewegung, 1857-1941 |
Was sind Pfadfinder & Pfadfinderinnen?
Auf diese Frage sind die wenigsten Leute um eine Antwort verlegen.
"Pfadfinder", dass sind doch die mit der täglichen guten Tat und der
"Uniform". So lautet wohl eine gängige Antwort.
| Wenn damit schon alles gesagt wäre. Denn zum Einen
gibt es da neben den Pfadfindern eben auch die Pfadfinderinnen.
Der Oberbegriff "Pfader/innen" beinhaltet bei der Pfadi die
Teens (Mädchen und Jungs ab 11 Jahren) der Pfadistufe. Unter dem Begriff "Pfadis" versteht die Pfadi
sämtliche Stufen - also sämtliche Biber (Kinder beider Geschlechter
ab 4 Jahren), Wölfe (Mädchen & Jungs ab 2. Klasse), Pfader/innen, Raider
(ab 8. Klasse) und
Rover (ab 18 Jahren)- der Abteilung.
Es gibt verschiedene Pfadidachverbände. Die Mitglieder der Pfadi
SLS sind dem unabhängigen Verband der WFIS (World Fereration of
Indipendens Scouts) angeschlossen. |
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Nun aber zurück zur Ausgangsfrage:
Was sind Pfadfinder?
Ganz bestimmt sind wir auffällig, denn sonst wären wir nicht so
häufig im Bewusstsein der Leute. Diese Auffälligkeit verdanken wir
der pfadfinderischen Methode, die uns von anderen Jugendgruppen
deutlich unterscheidet. |
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Die Pfadi wurde vom Engländer Lord
Baden Powell (B.P.) gegründet. Als kleiner Bub lernte er von seinem
Grossvater, wie man Tiere beobachtet und in der freien Natur
überleben kann. Seine Schulkollegen gaben Baden Powell den Übernamen
B.P. (englisch ausgesprochen: Bi Pi).
Als Erwachsener war B.P. General der Engländer in Südafrika und
musste im Burenkrieg die Stadt Mafeking 1899 gegen die Buren
verteidigen, welche in der Überzahl waren. Durch raffinierte Tricks
(z.B. Wachtfeuer) erweckte er bei seinen Gegnern den Eindruck, als
hätte er eine riesige Anzahl Leute zur Verfügung. Damit er alle
Soldaten zur Verteidigung einsetzen konnte, bildete er Knaben als
Kundschafter aus und setzte sie auch für den Sanitäts- und
Meldedienst ein. B.P. konnte die Stadt auf diese Weise sieben Monate
lang halten, bis Verstärkung eintraf.
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Gründung der Pfadi
Dabei entdeckte B.P., wozu Kinder und Jugendliche fähig sind,
wenn man ihnen Verantwortung überträgt und sie eigene Erfahrungen
machen lässt (learning by doing). Er wollte den Jungen das
abenteuerliche Leben in der Natur zeigen und auf der ganzen Welt den
Frieden fördern. Darum organisierte er 1907 das erste Pfadilager und
schrieb das berühmt gewordene Buch "Pfadfinder", das in fast alle
Sprachen übersetzt wurde. Daraufhin bildeten sich überall Gruppen:
die Pfadi entstand. Die Pfadi entwickelte sich zur grössten
Jugendorganisation der Welt (zur Zeit sind es rund 25 Millionen
Mitglieder). Alle vier Jahre treffen sich Pfadi aus mehr als 150
Ländern am Jamboree, einem internationalen Lager irgendwo auf der
Erde. Durch gegenseitiges Kennenlernen können Vorurteile fremden
Kulturen gegenüber abgebaut und der Weltfriede aufgebaut werden.
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