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Pfadfinder haben Gesetze?
Ja, aber unsere sind anders
Tatsächlich, wir Pfadfinder haben Gesetze. Aber unsere Gesetze sind
anders: sie sind eine Selbstverpflichtung, die jeder Pfadfinder gern auf
sich nimmt.
Die zehn Pfadfindergesetze beschreiben Eigenschaften, die jeder Pfadfinder
anstrebt. Zum Beispiel Zuverlässigkeit, Hilfsbereitschaft oder Naturschutz.
Alle Pfadfinder der Welt sind sich einig, dass sie diese Eigenschaften
wichtig finden und sich bemühen, sie Tag für Tag zu üben .Gerade aber für jungen Menschen stellen das
Gesetz & das Versprechen in erster Linie Ideale und Zielvorstellungen dar, etwas, das man
anstreben sollte und das auch erreicht werden kann. Je älter ein
Pfadfinder wird, desto intensiver sollte er sich bemühen, die ihm hier
gegebenen Normen zu erfüllen. Die Ansprüche des Pfadfindergesetzes sind
jedoch keinesfalls absolut. Der einzelne Pfadfinder soll vielmehr
individuell und unter Anleitung seines Leiters versuchen, den Anforderungen so gut wie möglich gerecht zu werden,
eben sein Bestes zu geben. Mit dem Auswendiglernen des Gesetzes ist es nicht
getan.
Gesetz und
Versprechen...
...
unterscheiden die Pfadfinder von anderen Jugendgruppen!
Das international bei Pfadfindern
bekannte Pfadigesetz lautet:
| 1. |
Auf die Ehre eines Pfadfinders kann
man bauen. |
| 2. |
Der Pfadfinder ist treu und
zuverlässig. |
| 3. |
Der Pfadfinder ist hilfsbereit. |
| 4. |
Der Pfadfinder ist freund aller
Menschen und Bruder aller Pfadfinder. |
| 5. |
Der Pfadfinder ist duldsam und
ritterlich. |
| 6. |
Der Pfadfinder schützt Pflanzen und
Tiere. |
| 7. |
Der Pfadfinder weiss sich
einzuordnen. |
| 8. |
Der Pfadfinder ist zuversichtlich. |
| 9. |
Der Pfadfinder ist einfach und
sparsam. |
| 10. |
Der Pfadfinder ist rein in Gedanken,
Worten und Taten. |
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Pfadfinderversprechen
Tritt jemand der Gemeinschaft der Pfadfinder bei, so hat er erst einmal
Zeit, sich die Gruppe und seine Mitglieder anzusehen, gemeinsam mit ihnen
Lager, Übungen und Gruppenstunden zu erleben und sich an die Gebräuche der Pfadfinder
zu gewöhnen. Hat er sich eingelebt und ist er ein Teil der Gruppe
geworden, legt er das Pfadfinderversprechen ab. In feierlichem Rahmen,
meist abends und am Feuer, erklärt er vor allen, dass er zur Gemeinschaft
der Pfadfinder gehören und die Pfadfindergesetze befolgen will.
Wörtlich heißt unser Pfadiversprechen:
Ich verspreche mein Bestes zu tun,
um nach dem Pfadfindergesetz zu leben
und täglich eine gute Tat zu tun.
Ich bitte all meine Freunde mir dabei zu helfen.
Ein Pfadi ist ein engagierter Bürger/in in der Gesellschaft, er/sie
setzt sich ein und tut Gutes. Und natürlich muss er/sie nicht zählen, ob er/sie jeden Tag genau eine gute Tat getan hat. Aber ein Pfadi bemüht sich,
täglich anderen Menschen zu helfen, zu nützen oder ihnen eine Freude zu
machen.
Wahlspruch
Der Wahlspruch der Pfadfinder lautet "Allzeit
Bereit".
Sie üben sich darin, auf einfachen Wegen Probleme zu lösen, sie trainieren
verschiedene Fertigkeiten, sie wollen mit jeder Situation zurechtkommen.
Aber sie sind auch im Geiste bereit - nämlich bereit, zuzupacken dort, wo es
nötig ist, wo Veränderungen anstehen. Und sie sind bereit zu helfen dort, wo
sie gebraucht werden.
All diese Ansprüche müssen sein. Denn Pfadfinder sein bedeutet nicht nur,
einen Mitgliedsausweis zu haben. Pfadfinder ist man mit ganzem
Herzen, und Pfadfinder ist man den ganzen Tag, das ganze Jahr, ja das ganze
Leben lang! Und diese besondere
innere Einstellung ist auch gar nicht mühselig oder unerreichbar. Viele
Tausend Pfadfinder auf der ganzen Welt zeigen täglich, dass sie auf ihre
Weise dazu beitragen wollen, dass Menschen friedlich, freundschaftlich und
freudig leben.
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