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Blachenzelte, Jurten & Koten
Blachen
gehören zur Pfadi, wie das Salz zum Meer. Wir verwenden sie nicht nur beim
Zeltbau, sondern auch als vielseitig einsetzbares Spielmaterial, als Hilfe
beim Holzsammeln, oder als wasserdichte Abdeckung des Küchenmaterials. Gute
Dienste erweisen sie auch als Regenschutz. Blachen sind ziemlich stabil,
aber auch teuer. Gebrauchte Blachen in top Zustand gibt's nicht nur
beim "hajk", sondern auch im Armeeshop. Ein Vergleich lohnt sich!
Ein spezielles Augenmerk sollte man auf die Kohten und
Jurten werfen. Dies sind Zeltkonstruktionen, welche in der Regel von den
Deutschen Pfadfinderinnen und Pfadindern gebraucht werden. Eine tolle
Alternative, vor allem bei einem Hajk, zu den in der Schweiz üblichen Blachen.
Der Sarg

Das ultimativen Einerzelt für einsame Nächte. Material: 1 Blache, 2 Zeltstöcke und 4 Häringe
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Das
Firstzelt

Mit nur 2 Blachen und 2 Zelttaschen kriegt man schon ein komfortables
Firstzelt für zwei. |
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Man kann es beliebig in beide Richtungen verlängern, mit einem Boden
bestücken und mit zusätzlichen Blachen an den Eingängen abdichten. |
Der
Gotthard

In einem Gotthard ist es zu dritt zwar etwas eng, dafür bist du im
Inneren gut vor Wind und Wetter geschützt und hast es dank der
Bodenblache warm. Auch ein Gotthardzelt kannst du beliebig verlängern.
Achte beim Knöpfen gut darauf, wie die Blachennähte liegen müssen. |

Material:
- 3 Blachen und 2 Zelttaschen (für eine Einheit)
- 6 Blachen und 3 Zelttaschen (für ein Doppelter)
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Der
Berliner

Der freakig aussehende Berliner bietet - man glaubt es kaum - bis zu
fünf Pfadis Platz. Durch den kleinen Eingang und den Blachenboden ist er
hervorragend wärmeisoliert.
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Material: 8 Blachen 4 Zelttaschen
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| Das Sarasani

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Sarasani ist die Bezeichnung für
eine Zeltart, die vor allem als großes Gruppenzelt verwendet wird. Diese Zeltart wird häufig als zentrales Besammlungs- und Esszelt in
Pfadi- und anderen Jugendlagern verwendet. Es ist schon fast zu einem
Wettbewerb geworden, wer den höchsten Sarasani aufstellen kann. Das Zelt
kann vergrößert werden, indem man mehr Blachen und einen höheren Masten
verwendet. Der Vorteil des Sarasani ist, dass man unter ihm ein Feuer entfachen
kann und meistens alle Teilnehmer eines Lager gleichzeitig Platz haben.
Der Nachteil ist der große Aufwand an Material. Für ein solches Zelt braucht es viel Erfahrung im Lagerbau!
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Die Kohte Eine Kohte besteht in der Regel aus vier Baumwolltüchern, den
Kohtenblättern, Kohtenbahnen oder Kohtenplanen. Das sind zwei an
der Längsseite vernähte Stoff-Dreiecke dem nachträglich die Spitze
abgeschnitten wurde. Diese lassen sich in Schlaufentechnik unter
Verwendung von "Regenabdeckleisten" regendicht verbinden. Die
Kohten-blätter werden an ein gebundenes Kreuz gehängt, das ursprünglich
von einer Schere aus zwei Stangen gestützt wurde. Inzwischen sieht man
aber am meisten die Variante bei der das Kreuz an ein außenstehendes
Zweibein (in A-Form) gebunden wird, je nach Situation findet auch ein
Mittelmast, eine allein stehende Stange, an der die Kohte hochgezogen
wird, Verwendung. Die Schere, Mittelmast oder der Zweibein fällt nicht
um, da sie/er durch Zug des Zeltes gehalten wird. Eine Kohte kann aber
auch an einem Baum befestigt werden - Achtung: Bei Wind kann der
schwankende Baum oder Ast die Kohte zerreißen. Es entsteht durch
zusätzliches Abspannen von vier weiteren Ecken eine insgesamt achteckige
Grundform.
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Die Jurte Das Dach der Jurte wird aus sechs Kohtenblättern zusammengesetzt, an
deren Unterkante werden je zwei quadratische Jurtenblätter
(Vierecksplanen) mit Nutzmaß 1,6 m bis 2 m Seitenlänge geknüpft, mit
Stangen senkrecht gehalten und nach außen mit Schnüren abgespannt. Ein
in der Mitte des Daches eingehängtes Holzkreuz wird dabei mit mindestens
einer Stange in die Höhe gespannt, wobei zwei Stangen in A-Form es
erheblich vereinfachen, am Boden eine Feuerstelle einzurichten. Das
Zweibein hat gegenüber dem Dreibein den Vorteil, dass es seine Position
selbst justiert und bei Windlast in einer Richtung schwanken kann. Statt
eines Jurtenkreuzes empfiehlt sich eine Jurte mit einer Jurtenspinne (3
ca. 160 cm lange Seile oder Ketten - ein Seil verbindet gerade zwei
gegenüberliegende Aufhängepunkte, zwei Seile in A-Form verbinden über
die Mitte jeweils benachbarte Aufhängepunkte) aufstellen. Pfadfinder
bauen auch oft einen "Feuertisch". Auf diesen kommt Erde, die es
ermöglicht ein Feuer auf ihm zu machen, ohne ihn selbst oder den Boden
zu beschädigen. Eine 6-Blatt-Jurte mit Feuerstelle bietet je nach Größe,
siehe Kohte,
ohne weiteres Platz für 15-35 Personen samt Gepäck. Viele Nutzer einer
Jurte schlagen tagsüber im Sommer die seitlichen Vierecksplanen hoch, um
die Jurte als Sonnendach zu nutzen. |
| Die Jurte kann halbiert und die beiden Hälften um das
Maß von Viereckplanen auseinander gezogen werden. Die Jurte erhält damit
eine ovale Form. In das Dach werden rechteckige Planen, so genannte
Ovalplanen, eingesetzt. Für Großkonstruktionen werden 6 Ovalplanen
jeweils zwischen die Kohtenplanen eingesetzt. In diesem Fall wird das
Rauchloch seinerseits mit einer normalen 6-Blatt-Jurte überbaut. |
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